Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jungfernknecht, m.

jungfernknecht, m.
1)
der um die gunst der jungfern sich müht: frauen-, jungferknecht mulierosus, effoeminatus Stieler 994; (er) bringt .. auch ständchen vor Marcebillens kammerfenster, als jungfernknecht. Fr. Müller 2, 11;
und Raufbold werde bald ein süszer jungfernknecht.
Zachariä 1, 28;
und leb und stirb allhie als wie ein jungfernknecht.
32;
unglückseliger Paris, täuschender jungfernknecht
(γυναιμανές Il. 3, 39). Stolberg 11, 91;
dim. jungfernknechtlein:
nur wähle dir zuvor ein mägdlein,
jung, leicht und rosig, wie der lenz,
und führe sie als jungfernknechtlein
zum siz mit manchem reverenz.
Voss 6, 110.
2)
jungfernknecht beim bauwesen ein knecht, der die scheiben im meckler und eselskopf bei einer hohen ramme schmiert: er musz auch das gewöhnliche rufen verrichten. Jacobsson 6, 175ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2385, Z. 77.

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Zitationshilfe
„jungfernknecht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jungfernknecht>, abgerufen am 21.10.2021.

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