Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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janken, verb.

janken, verb.
winseln, gannire, glapir Schottel 1340; ein niederdeutsches lautmalendes wort, von hunden gesagt, aber auch von kränklichen, viel stöhnenden kindern. Schütze 2, 185; dann freier, auch in der hochdeutschen umgangssprache niederdeutscher gegenden, lechzen, heftig verlangen: nach einem frischen trunke janken. niederländisch janken gannire, vagire, ululare, latrare, mit janker, gannitor, latrator. Kilian.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2263, Z. 36.

janken, m.

janken, m.
in den messingswerken eine scheibe von tiegelerde, in der mitte mit einem loch versehen, durch welche man die stärke des feuers und der glut im brennofen regelt. Jacobsson 2, 306.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2263, Z. 43.

junken, verb.

junken, verb.
springen, nasalierte nebenform zu dem alemannischen jucken sp. 2347: so nu der leppard sy (die affen) müd, verdrossen, on sorg achtet, so das spil im besten ist, als dann junkt er unbewarter sach auf, ergreift, zerreiszt, zerzeert iren ein guͦten teil. Forer thierb. 105ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2399, Z. 42.

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Zitationshilfe
„junken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/junken>, abgerufen am 27.10.2021.

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