Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

köstchen, n.

köstchen, n.
imbisz, schmäuschen, s. sp. 1853 mitte: man sol den brawern, helfern oder wasserzihern (im brauhause) kein köstchen mehr geben, sondern sollen an irem gesatzten lone genüge haben. Leipz. stadtordn. 1544 K ijᵃ; alle köstgen und victualien, wein oder bier, welche die hochzeitbitter und andere aufwärter bei oder nach der hochzeit biszhero zu fordern sich unterstanden (werden verboten). Leipz. stadtordn. 1701 s. 458. 476; wegen des ausschickens von köstgen, speisen und kuchen bei hochzeiten und kindtaufen. 489; die sog. köstgen, welche bei hochzeiten, promotionen und andern solennen conviviis in die schule geschicket werden. ordn. der Leipz. Thomasschule 1723 s. 74. bei B. Faber thes. erud. 'cupedie, priesterköstichen' (Dief. 163ᵃ). vgl. köstlein.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1868), Bd. V (1873), Sp. 1861, Z. 42.

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Zitationshilfe
„köstchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%B6stchen>, abgerufen am 12.08.2020.

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