Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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kostung, f.

kostung, f.
gustus, kostunge. voc. inc. teut. n 5ᵃ. kostung Stieler 1017, gustatiuncula (imbisz) Trochus Q 2ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1868), Bd. V (1873), Sp. 1881, Z. 21.

kostung, subst.

kostung, subst.
verb. zu dem zweiten kosten, gewiss schon mhd. kostunge. s. auch köstung.
1)
es gehört zu kosten ausgaben oder aufwand machen (spalte 1866): wie wol rustunge und kostunge (des aufzugs) etzwas gestandin. Zerbster procession Haupt 2, 277, d. h. die bestreitung des aufwandes was ordentliches gekostet hat, die sich deckenden kosten und gestehn treffen da einmal zusammen (s.kosten I, c sp. 1865); dasz man auf die kostung nicht zu hart dringe. Luther br. 3, 335. auch im plur., wie kosten selbst: (beamte) die mit teglichen schweren unnötigen und vergeblichen kostungen die fürsten arm machen. Luther 5, 411ᵃ.
2)
natürlich verflieszt das ausgeben mit dem was ausgegeben wird: kostung der (oder?) zerung, expense. voc. inc. teut. n 5ᵃ;
on müwe, kostung und arbait
was die maus in der fallen.
Liliencron volksl. 2, 51ᵇ.
Daher mit denselben wendungen wie kosten, kost (sp. 1857): waʒ ein ieder teil .. gewunne (erobert hätte) und mit seiner kostung inne het. Nürnb. chron. 2, 131, 33; er hat mit seiner eigen kostung und darlegung (von geld) .. merklich hilf gethon. Frank chron. 138ᵇ u. oft; man sol auf sein und seiner freund kostung zu etlichen stedten des reichs .. schicken. Luther 4, 410ᵇ; auf meine kostung. 420ᵃ.
3)
auch zu kosten beköstigen (sp. 1866 b): mit dem auszug (des heeres) ... kostung, solt ... und andern notdürften. Nürnb. chron. 2, 34, 14. 525, 10 (15. jh.); sol man .. zu sold geben .. über sein zimliche kostung. 285 anm. 2.
4)
merkwürdig als m.: mit kleinerem kostung. Paracelsus 1, 930ᶜ, es ist im geschlecht mit koste m. verwechselt. noch merkwürdiger kostumb f. Schm. 3, 258, 15. jh.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1868), Bd. V (1873), Sp. 1881, Z. 23.

köstung, f., subst. verb.

köstung, f. subst. verb.
zu kösten, es fällt aber mit köste zusammen, wie kostung mit koste. daher schmaus, besonders hochzeitschmaus, z. b. in Ostpreuszen: die bauern hatten geld, darum muszten ihre töchter .. mit stattlichen kleidern gehn, wenn sie zur köstung fuhren. Henneberger preusz. landtafel Königsb. 1595 s. 164; zu köstungen, kindelbieren, pfingst- und s. Johannisbier. 259; verbot die groszen köstungen und kindelbier. 385. auch bei Frisch 1, 539ᵇ aus der preusz. landsordn. 6, noch bei Hennig preusz. wb. 118, der kösting gibt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1868), Bd. V (1873), Sp. 1881, Z. 52.

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Zitationshilfe
„köstung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%B6stung>, abgerufen am 09.08.2020.

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