Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

küchenbube, m.

küchenbube, m.
küchenjunge, kuchenbuͦben, discipuli coquorum Maaler 254ᵈ: kuchenbube, popinus. voc. inc. teut. n 8ᵃ; kuchenpub oder pfannenlecker, plagipatica. voc. th. 1482 r 7ᵃ; solliche antwort hette auch wol ein kuchenbub gegeben. Steinhöwel Äsop 8ᵇ; da wolten die küchenbuben den schorstein ausbrennen. Schütz Preuszen 73; dan er (Witzel) hofft immer ein bistumb zu überkummen, und sind der andern küchenbuben so viel die auch gern offas (küchlein) hetten, das er für ihnen nit zukummen kan. Alberus wider Witzeln C 4ᵇ, also für genäschiger diener, schmarotzer. sie dienten überhaupt zu mancherlei redensarten. so mit beziehung auf das küchenlatein: ich sage dir, ob sie (die bulle) wol mitten im latinischen land gemacht ist, so ist sie doch so gar unlatinisch, als hette sie ein küchenbube gemacht. Luther 2 (1555), 83ᵃ. s. auch küchenknabe.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2501, Z. 35.

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Zitationshilfe
„küchenbube“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCchenbube>, abgerufen am 06.05.2021.

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