Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

küchenjunge, m.

küchenjunge, m.
sublingio Steinb. 1, 818, 'coqui famulus et discipulus, der die geringsten arbeiten in der küche verrichten musz', küchenjung Frisch 1, 552ᶜ: der küchenjunge Hans? Göthe 7, 87, neben der köchin genannt, in einer gasthausküche (mitsch. 3, 3). sprichwörtlich:
bei hofe friszt man küchejungen (s. ↗küche 1, c, ε), in diesem finstren loch
friszt jetzt des todes hofepursche wol gar den guten koch.
Logau 3, 240, 124, 'grabschrift eines koches',
es erklärt sich aus dem folg.: ferner soll auch der küchenmeister und küchenschreiber genaue acht geben, dasz das wildprät, fleisch und andere dinge recht ausgekühlet, sauber und rein gewaschen .. werden, damit man keine haare oder sonst etwas garstiges in dem essen finde ... denn es geschicht ohne dem wol, dasz nach dem bekanten sprichwort man bei hof alle sieben jahr einen küchenjungen auffrisset. J. Döpler der getreue u. ungetreue rechnungs-beamte 2, 17 (vgl. Pistorius thes. paroem. 4, 63, Simrock spr. 6004), woraus sich zugleich ergibt dasz solche haare u. dgl. allemal der küchenjunge auf seine rechnung nehmen muszte, bis er selber koch ward.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2503, Z. 63.

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Zitationshilfe
„küchenjunge“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCchenjunge>, abgerufen am 09.08.2020.

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