Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

küchenlumpen, m.

küchenlumpen, m.
1)
wie küchenhader: an der selben gunkel spinst du (den faden zu) zwilich, unglückhaftig hadern und kuchinlumpen. Keisersb. gaistl. spinn. L iijᵈ (gran. 1511); ein küchenlumpen Simpl. 3, 139. küchenlump Aler u. a.
2)
als scheltwort oder kraftwort für koch, köchin, eig. sudelkoch: demnach beseh einer den kleberigen .. sudelkoch und kuchenlumppen. Garg. 47ᵃ (73 Sch.). 114ᵃ (204); dann wie gedachter doctor sagt, ist sie (die gattin) auch .. schuldig sein kuchenlump zu sein, das sie ihm koch, weil er sie speist. 73ᵇ (125).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2505, Z. 76.

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Zitationshilfe
„küchenlumpen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCchenlumpen>, abgerufen am 09.05.2021.

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