Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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kügelein, küglein, n.

kügelein, küglein, n.
kügelchen; genauer wäre kügellein, wie denn auch Steinbach 1, 943 schrieb, mhd. kügellîn wb. 1, 895ᵇ.
1)
kügelein u. ä.: das gelb plyglas, das sint die gelben kugelin do die schuler mit spilen .. und sint gar wolfel. Mones anz. 7, 606, 15. jh., in einer abh. von glasmalerei, vgl.kugel II, 2, c; dazu der kügelein fehlen aberrare Stieler 908. als ein spiel erwachsener: man scholl verbieten kuglein in den dörfern pei 50 pfund Perner. weisth. 3, 739. mhd. kügellîn, mit denen man durch einen holen stap nach vögeln schosz, s. MSH. 2, 386ᵃ; papierne kügelein zum blasrohr Ludwig. zog er ein kleines brieflein, als ein kügelein zusammen gerollt, aus dem einen ohr. Philander 2, 588 (1665 594). von paternosterkugeln: knöpf oder kügelin Fischart bien. 1588 217ᵇ (nl. clotkens ende ballekens Marnix 208ᵇ). kügellein pillula, apotekerpille Megenberg 90, 3; bisamkügelein Stieler 907, vgl.kugel II, 5, b. salbkügelin Dasyp. 173ᵇ.
2)
kügele, z. b. als pille, mastkugel (kapaunen, gänse zu mästen) Maaler 255ᵃ; kügele pastillus, trochiscus Dasyp. 369ᵈ, pille u. ä. s. u. küchlein 1, c. 2, a. b; kügele globulus, orbiculus Schönsl. g 8ᵃ (kügelein 8ᵇ), ein bair. pl. kügeln s. u.kugel II, 5, b, das kügäll u. d das. (knäuel) ist wie urspr. kügelele.
3)
eine vermischung mit küchlein, pille u. ä., s. dort 1, c und vgl. dazu Steinbachs küchlichen unter kügelchen. ein oberd. dem. kugelach pl., genauer kugellach, s. u.kugel II, 3, e
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2540, Z. 35.

kucken, kuken

kucken, kuken,
vom rufe des kuckuks.
1)
kucken Frisch 1, 554ᵇ: hat doch der kuckuk seine zeit, wann er anfenget und aufhöret zu kucken? nawe zeitunge eines kurzw. gesprechs zweier meiszn. pawren von dem jetzigen newen des bapsts calender Dresd. 1584 B 1ᵇ. auch später im eselkönig 228, älter in den var. zur gold. schmiede 132. noch jetzt in den cimbr. gemeinden und Gottschee Schröer 148.
2)
kuken: hat er (der bauer) in derselbigen gegend gehöret zween gugkuk gegen einander kuken. Bebel fac. Frkf. 1589 32ᵃ; hinauf auf den baum gestiegen und seinem kugkuck im kuken geholfen. ebenda (zur sache s.kuckuk II, 1, a). schwerlich ist kûken gemeint, es ist wie kukuk neben kuckuck, obwol im 16. jh. solches -k sehr selten ist. im 18. jh. schrieb man vielfach -k für -ck (s. sp. 5): und nun kukte der kukuk sieben. Burmann polterabend, in Idas blumenkörbchen Berl. und Lpz. 1793 s. 14, s. kuckuksuhr.
3)
sonst gucken, mhd. guggen, ahd. guccôn, auch gr. κοκκύζειν, lat. cuculare, s. Wackernagel voc. anim.² 53 fg.; engl. cook, dän. kukke, schwed. gukka Rietz 363ᵃ. s. auch kuckzen, kuckauzen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2518, Z. 74.

kuken

kuken,
s.kucken.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2585, Z. 8.

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Zitationshilfe
„küglein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCglein>, abgerufen am 09.05.2021.

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