Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kühatel, f.

kühatel, f.
harnlache von kühen: solche magneten sollen bei irer kraft erhalten und gesterket werden, wenn man sie ... in einer küeatel oder mistlacken .. ligen leszet. Mathesius Sar. 142ᵇ (1562 203ᵃ). bei Frisch 1, 39ᵃ atel m. (auch otel gespr.), mistwasser so aus den kühställen flieszet, kühatel. ebenso schwed. dial. ko-adel, ko-piss Rietz 361ᵃ Danach ist atel die hd. form, obwol auch Math. 124ᵇ adel m. hat (s.adel 1, 177). das d ist durch das folg. l erweicht, in der aussprache atl; das m. wird den harn selber, das f. die lache bezeichnen. nd. adel, addel, harn, mistjauche s. Kosegarten nd. wb. 102, Fromm. 5, 375, auch östr. aͦdel Fromm. 6, 86, wie bair., hess. adel n. Vilm. 4, mit derselben erweichung. dasselbe ist helgol. edel rinnstein Fromm. 3, 31ᵇ, ob auch mrh. hess. âl m. n. f. winkel zwischen zwei häusern, worin kot- und spülwasser abflieszt (Vilm. 7, Kehrein 38)?
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2551, Z. 34.

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Zitationshilfe
„kühatel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BChatel>, abgerufen am 10.05.2021.

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