Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kühchen, n.

kühchen, n.
1)
kleine kuh Adelung, Campe, 'nur in den niedrigen sprecharten üblich' (s. kühlein), d. h. in md. mundarten, wo die form aber küwichen ist in alter form, oder kübchen, kîbchen (kübechen Adelung). niederd. koeken, köken Dähnert 246ᵃ, nl. koetje. in einem kinderspruche von der Eifel, in hd. form:
eier geb ich kühchen,
kühchen gibt mir milch.
Schmitz 1, 77.
2)
küwichen heiszt besonders das marienkäferchen, allein oder mit sehr verschiedenen zusätzen, z. b. in Leipzig gottesküwichen, in Arnstadt mockelkübchen, s.kuh II, 7, a.
3)
eine vereinigung von kühchen und kühle vielleicht in mrh. kühmelchen, weibliches kalb, kuhkalb (auch kühmelkalb u. a.) Kehrein Nassau 1, 249, wenn es ursprünglich küwelchen wäre.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2552, Z. 41.

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Zitationshilfe
„kühchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BChchen>, abgerufen am 07.05.2021.

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