Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kühlbad, n.

kühlbad, n.
kaltes bad zum abkühlen, im gegensatze des vorausgehenden dampfbades.
1)
bei den alchymisten: es ist wie der geheimnisvolle stein der alchymisten, gefäsz und materie, feuer und kühlbad. Göthe 44, 3 (1850 25, 10), vgl.dampfbad bei den chymisten Frisch 1, 47ᶜ, wofür bei Göthe feuer, es ist aber gewiss feuerbad gemeint (s. d.). vgl. kühlfasz.
2)
das musz aber doch erst von dem wirklichen bade übertragen sein (wie auch das alchym. frauenbad balneum Mariae Frisch 1, 48ᵃ); ich finde so dampfbad vaporarium Hübners handlungslex. 1727 sp. 1984, vgl. Kriegk bürgerth. 2, 23, kühlbad aber nur bildl.: nacket mit einem gesellen im Venus-kühlbade zu schwitzen. Leyermatz 213, statt der kühlung hitze zu finden; besagter Paul habe ferner oft leser ins dampfbad der rührung geführt, und sogleich ins kühlbad der frostigen satyre hinaus getrieben. J. Paul biogr. bel. 1, 106; das kühlbad der jännerluft 1, 78, des bethauten laubes Fixl. 137.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2562, Z. 40.

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Zitationshilfe
„kühlbad“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BChlbad>, abgerufen am 10.05.2021.

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