Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kühlig

kühlig,
wie kühlhaft, nordd., nd. kölig Voss geldhapers 127, brem. wb., 'etwas kühl' Danneil 112ᵇ, koilig Schamb. 108ᵃ (mit subst. koilige f., koiligkeit):
zu Kindelsberg auf dem hohen schlosz
steht eine alte linde,
von vielen ästen kraus und grosz,
sie saust am kühligen winde.
Stilling jünglingsj. (1778) 33;
komm, setze dich hier
im schatten der kühligen linde zu mir.
F. L. Stolberg 1, 274;
ich gieng unter erlen am kühligen bach.
1, 284;
es ist noch kühlig des morgens.
Voss Luise 1795 2, 64 (2, 116);
wol wölbet sich lieblich am kühligen bach
manch duftend gewinde zum blühenden dach.
Sophie Mereau in Schillers mus. alm. 1796 s. 145;
und die glieder schlank und kühlig
wie die palme der oase.
Heine Atta Troll 99 (cap. 19),
und so oft bei dichtern. auch dän. kölig, schwed. kylig.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2569, Z. 61.

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Zitationshilfe
„kühlig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BChlig>, abgerufen am 10.05.2021.

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