Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kühstrick, m.

kühstrick, m.
laqueus pecudum Stieler 2196, strick an dem man die kuh führt, anhängt. für eine gewisse bedeutung des kuhstricks bringt Schmeller 2, 274 ein zeugnis bei, die bair. landesordn. v. 1553 bestimmte: es soll füran auf kainen strick, wie bisher bschehen ist, ichts mer anstatt ainer kuw geliehen werden, also der blosze strick als einstweiliger vertreter der kuh selber, wie beim pferde die halfter. bair. redensart: abgedrät wie ein kuestrick, listig, durchtrieben. zum aufhängen gebraucht, weil man ihn rasch zur hand hatte:
sie suchet ihn (ihren mann) im kuͤstal vorn,
sie fand ihn aber hinden.
sie fand ihn an eim kuͤstrick hangen,
hanfsuppen eszn war sein verlangen.
Körners hist. volksl. 254;
ein kuhstrick oder bettelstab (als ende des säufers).
Ringwald laut. warh. 70, s. klapp m. 3,
müssen ihr viel am kühstrick prangen.
Opel u. Cohn 30jähr. kr. 174.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2583, Z. 44.

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Zitationshilfe
„kühstrick“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BChstrick>, abgerufen am 10.05.2021.

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