Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

kühweide, f.

kühweide, f.
1)
viehweide, trift, kühweid bucetum. Aler 1250ᵇ. redensart aus der k. gehn, ausschreiten, eig. von der kuh die die weidegrenze überschreitet und dadurch ihren herrn in verlegenheit oder strafe bringt: auch hab ich ihn etwan, wann er ausz der kuͤheweid gangen, castriert. Fischart Garg. vorr. 16, von seiner übers. des Rabelais, er dachte nach dem castriert an einen stier;
ich kan den schimpf nicht mehr verstehn,
sie wollen gar ausz der kuͤhweid gehn.
ders. nachtrab C ijᵇ (1, 29 Kurz).
anders mit bringen: ich will schon achtung auf ihn geben, bis ich ihn aus der küheweid bringe. Simpl. 2, 122 (3, 15 Kz.), wie es scheint, ihm das viehstehlen abgewöhne. ihn aus dem gehege bringe. schweiz.: liesz weltsche worte fliegen und merken, dasz sie auch auszerhalb der kuhweide gewesen. Gotthelf 10, 54, über ihre vier pfähle hinausgekommen. auch hess. z. b. er wagt sich nicht aus der kuhweide, aus den engsten gränzen Vilmar 231.
2)
gleich kuhweizen, s. d.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2584, Z. 34.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
körperreich
Zitationshilfe
„kühweide“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BChweide>, abgerufen am 15.08.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch (¹DWB)