Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

künftigkeit, f.

künftigkeit, f.
schon später mhd., 14. 15. jh., künftikeit (Lexer 1, 1774, s. unter 1), dann erst im 18. jh. wieder auftauchend, um wieder zu verschwinden.
1)
zukünftiges oder die zukunft überhaupt: ich bin den götten nohe gewesen und habe ein wunderliche künftigkeit von in vernomen. Königshofen Straszb. chron. 300, 26 var. (für ein wunderlich künftig ding), bei Megenberg 60, 34 für zukunft überhaupt.
die asche der vergangenheit
ist dir (der ewigkeit) ein keim von künftigkeiten.
Haller 210 (ged. über die ewigkeit);
dich, urquell der vergangnen zeit
und aller künftigkeiten.
Schubart (1825) 1, 317;
bald wagt er einen scharfen blick
in tausend künftigkeiten.
318;
weit und weiter stets zu greifen,
im besitz der künftigkeit,
macht mein jetzt zur ewigkeit.
Herder 4, 43 (1817 16, 68).
2)
vom 'künftigen leben', der zukunft in der ewigkeit: ist es nun erlaubt, dasjenige zu berühren, was unsere künftigkeit anbelangt? Klopstock ....; jene liebe, welche diese welt nicht kennt, die nur theil und erbe der künftigkeit ist. Hippel 12, 47. lebensl. 2, 345.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2652, Z. 38.

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Zitationshilfe
„künftigkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCnftigkeit>, abgerufen am 10.05.2021.

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