Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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kühnlich

kühnlich,
ehelich, für konlich, s. d.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2580, Z. 11.

kühnlich

kühnlich,
zu kühn audax.
1)
als adj., mhd. küenlîch, nhd. künlich Stieler, selten, wie schon mhd.:
kühnliches hörest du gern und tapfres kannst du verstehen.
Arndt ged. (1860) 207, an Ant. Amalia, herzogin v. Wirtemb., v. j. 1812;
meine liebe, meine liebe, und weiszt du denn,
wohin die kühnliche fahrt soll gehn?
Immermann Münchh. 3, 67 (5, 8);
der junge herzog hatte selbst zu kühnlichen abenteuern .. einen natürlichen ... hang. A. Schöll zu Göthes br. an fr. v. Stein 1, xxi. unsicher ob adv. oder adj.: gegen seinen willen kühnlich unverantwortliches unternommen. Göthe 30, 184.
2)
gewöhnlich adv., mhd. küenlîche, nl. koenlick Kil., ags. cênlîce audacter Ettm. 286, altengl. keneliche u. ä. Stratm. 335, engl. keenly (doch in anderer bed., s.kühn II, 1, b):
der Sweizer hinderhalt was nicht grosz noch weit,
der herzog kuͤnlich gegen in reit.
Haupt 8, 322;
gar kuͤnlich waget iren leib.
Schwarzenberg 158ᵈ;
du magst solchen balsam zu allen wunden und stichen kühnlich gebrauchen. Tabernaem. 317, getrost; welchem die reime nicht besser als so von statten gehen, mag es kühnlich bleiben lassen. Opitz poet. 45, mit spöttischem scherze, wie öfter, jetzt so getrost; dasz e. f. gn. ich so kühnlich antworten solte, wie d. Schuppe. Schuppius 592;
drum wer anhängt allen zechen,
ist auch kühnlich einzurechen
in die tolle wilde zunft.
Logau 1, 2, 13;
da manche that, die doch der hölle farben führet,
zur schau sich kühnlich trägt.
Haller (1777) 142, dreist, frech;
auf meinen beistand rechnet kühnlich. Kretschman 3¹, 42; ich darf es kühnlich auf ihr urtheil ankommen lassen. Wieland 12, 271, getrost; kühnlich wagen. Kant 8, 7; den körper kannst du .. kühnlich zurechte rücken. Göthe 35, 383; vertraut euch kühnlich ihrer groszmuth an. Schiller 603ᵃ; die sprache des redlichen mannes habe ich kühnlich ... geredet. 632ᵇ. im comp.: dasz einen keiner kühnlicher betrügen könne, als der ihm zuvor ein eid geschworen. Opel u. Cohn 30 jähr. kr. 391.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1871), Bd. V (1873), Sp. 2580, Z. 12.

künlich

künlich,
s. konlich.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2663, Z. 78.

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Zitationshilfe
„künlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCnlich>, abgerufen am 09.05.2021.

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