Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

künstelei, f.

künstelei, f.
künstelndes thun, gekünsteltes werk, gekünstel (diesz bei Frisch 1, 557ᶜ), zuerst bei Adelung: wo ich künsteley sehe, da erkenne ich die sprache des herzens nicht mehr. Breitinger forts. der crit. dichtk. 1740 s. 417. 432 u. ö.; er musz allen vergröszerungen und künsteleyen entsagen, damit sein affect nicht studirt .. werde. Gellert 4, 66; am artisten ist uns .. nichts gelegen, wenn er nicht durch seine kunstelei (so) sich als wahrer dichter zeigt. Herder 2, 229; die natur, im gegensatze gegen die künstelei. Schiller 1192ᵇ. 705ᵇ; gott segne dich für deine freude an meiner künsteley. ich kanns nicht lassen, ich musz immer bildeln. Göthe an Lavater 112, bescheidene bezeichnung seiner kunstübungen im zeichnen, s.künsteln 2, a. auch staatskünstelei, kriegskünstelei, schönkünstelei u. ä.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2688, Z. 40.

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Zitationshilfe
„künstelei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCnstelei>, abgerufen am 14.08.2020.

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