Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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kusslich, küsslich

kusslich, küsslich,
küssenswert, zum küssen einladend, geschaffen u. ä., mhd. kuslîch, auch küslîch, z. b. ir kuslîch munt vor hitze bran Mai 10, 5; in den 70er jahren des 18. jh. aus den minnesingern wieder aufgenommen.
1)
kusslich, ohne umlaut, wie gewöhnlich mhd.:
keiner städterin reiz, weder ein blaues aug
noch ein kuszlicher mund u. s. w.
Hölty ged. 1814 s. 76 (Halms ausg. s. 76);
küszt ihn, brüder, küszt,
weil er kuszlich ist.
160 (H. 151 anm.);
gar zu minniglich
dankt ihr mund,
lacht so gruszlich (gruoʒlîche),
lockt so kuszlich ...
Voss lyr. ged. 1802 2, 24, 'minnelied';
sehend die hold umwindenden arm' und das kuszliche mündlein.
Voss Ovid nr. 30, 57 (met. 6, 479);
dann neu aufgefrischt durch die romantiker: das feine lächeln des kuszlichen mundes. Tieck nov. kr. 4, 358. auch unkusslich machte man sich:
wenn die stárrsínnige jungfrau ihn entheiliget, dasz gefühllos
er den múnd stréift: bei der Kypris und den Chariten! mir ein abscheu
ist der únkúszliche kusz!
Voss ged. 1825 3, 76 (launende liebe).
2)
küsslich, zu küssen gezogen (während kuslîch zu kus, kuss gehört):
küsse, weil dein mündchen
roth und küszlich ist.
Blumauer ged. (1801) 1, 138;
denen vom küszlichen mund flosz ein verführendes lied.
Göthe 47, 94 (die neue sirene);
die vermuthung ... (des auf das bild gedrückten kusses) blieb auf einem jungen menschen ruhen, dessen wirklich küszliche lippen ... 31, 169 (tag- u. jahresh. 1803).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2876, Z. 46.

kusslich, küsslich

kusslich, küsslich,
küssenswert, zum küssen einladend, geschaffen u. ä., mhd. kuslîch, auch küslîch, z. b. ir kuslîch munt vor hitze bran Mai 10, 5; in den 70er jahren des 18. jh. aus den minnesingern wieder aufgenommen.
1)
kusslich, ohne umlaut, wie gewöhnlich mhd.:
keiner städterin reiz, weder ein blaues aug
noch ein kuszlicher mund u. s. w.
Hölty ged. 1814 s. 76 (Halms ausg. s. 76);
küszt ihn, brüder, küszt,
weil er kuszlich ist.
160 (H. 151 anm.);
gar zu minniglich
dankt ihr mund,
lacht so gruszlich (gruoʒlîche),
lockt so kuszlich ...
Voss lyr. ged. 1802 2, 24, 'minnelied';
sehend die hold umwindenden arm' und das kuszliche mündlein.
Voss Ovid nr. 30, 57 (met. 6, 479);
dann neu aufgefrischt durch die romantiker: das feine lächeln des kuszlichen mundes. Tieck nov. kr. 4, 358. auch unkusslich machte man sich:
wenn die stárrsínnige jungfrau ihn entheiliget, dasz gefühllos
er den múnd stréift: bei der Kypris und den Chariten! mir ein abscheu
ist der únkúszliche kusz!
Voss ged. 1825 3, 76 (launende liebe).
2)
küsslich, zu küssen gezogen (während kuslîch zu kus, kuss gehört):
küsse, weil dein mündchen
roth und küszlich ist.
Blumauer ged. (1801) 1, 138;
denen vom küszlichen mund flosz ein verführendes lied.
Göthe 47, 94 (die neue sirene);
die vermuthung ... (des auf das bild gedrückten kusses) blieb auf einem jungen menschen ruhen, dessen wirklich küszliche lippen ... 31, 169 (tag- u. jahresh. 1803).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2876, Z. 46.

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Zitationshilfe
„küsslich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCsslich>, abgerufen am 14.08.2020.

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