Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

küsterei, f.

küsterei, f.
custoria (mlat.), mhd. küsterîe, kusterîe u. ä., s. Lexer 1, 1802.
1)
amt und würde eines küsters Stieler 934: privilegium de jure parochiali custorie in Jecheburg ac capelle in villa Stoghusen. Haupt 8, 464, vom j. 1217, zu küster 2, a, die custoria als eine art kirchenstift, vgl. richter der custrien in Straszburg 15. jh. Scherz 222; rechen du selbs, wie viel pfarrhen und predigstüele, schulen, küstereien fürhanden sind. Luther 5, 178ᵇ (s.küster 2, c); sampt der küsterei diensten. 2, 254ᵃ, amtspflichten des küsters. titelmäszig ohne art.: wie ist es, herr hofschulze, von wegen des zweiten käses, welchen küsterei annoch vom hofe zu erwarten hat? Immermann Münchh. (1841) 1, 204; soll küsterei darunter leiden? 205, bei der zinslegung, noch wie dort in Jechaburg; pfarr- und küstereieinkünfte. 206 und ähnliche zusammensetzungen sonst.
2)
die küsterwohnung ( Adelung) oder auch die sacristei: ein gumpostkessel, der sol uff der kusterig ze sänt Märjen sin. weisth. 1, 344, oberrh. 14. jh. (genau kusterîge). sicher von der sacristei: vast lützel vand er (der neue abt) in der custry ornament (kirchenschmuck), die er .. über cccc guldin .. gebessert hat. G. Oheim chron. von Reichenau 162, 17.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2881, Z. 52.

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Zitationshilfe
„küsterei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCsterei>, abgerufen am 11.08.2020.

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