Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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kütle

kütle,
s.küttel n.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2882, Z. 77.

küttel, kütle, n.

küttel, kütle, n.
in 'nicht ein küttel, kütle', bair. östr. im 15. 16. jh.: dieser brauch die priesterschaft zu erwehlen (durch die gemeine) ist jetzund bei uns gar abgangen, wirdt nicht ein kütle mehr darvon öffentlich gemeldt. Aventinus chr. 216ᵇ. Die andere form in einem spätern Neidhart, nach der hs. aus dem 15. jahrh. sitzet still und sprecht ein küttel nicht, s. Hagen minnes. 3, 294ᵃ. 793ᵇ, nicht ein einzig wörtchen (var. kein wort), s. unter kein 4, e sp. 467; der herausgeber änderte kiutel, das denn in die wbb. übergieng, da doch in der hs. dann kewtel stehn müszte (s. 757ᵇ). Die auffassung als 'kein wort' wird richtig sein, küttel oder kütel kann recht wol der nachkomme sein von ahd. quidi, quiti, chuiti verbum, dictum Graff 4, 647; s. dazu keden sprechen, besonders bair. köten = ahd. quëdan spalte 381 (4), welchem küt = ahd. quidi, quiti völlig entspricht. s. auch das gleichbed. kützlin (nit ein kützlin).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2896, Z. 53.

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Zitationshilfe
„kütle“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCtle>, abgerufen am 18.05.2021.

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