Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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kutz, kütz, n.

kutz, kütz, n.
zicklein, s.kitz.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2908, Z. 29.

kütz

kütz!
s.kutz! 1, a und c.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2908, Z. 30.

kutz, m.

kutz, m.
hessisch,
1)
ein wirrwar, ordnungsloser haufe, menge Vilmar 233; in Waldeck kutz (kützen) m. ein kleiner haufe heu, grummet Curtze 480ᵇ. dazu kützchen n., z. b. auf einem kützchen sitzen, zusammengekauert Vilmar 234, wie dinge auf einem haufen liegen, selbst den haufen bildend; ebenda auch kützchen machen, kützchen sitzen, kauern, in Thüringen käuzchen machen u. ä., s. dazukauzen 1, vgl. kauern.
2)
das haupthaar der weiber in einen knäuel gewickelt Vilmar 233 (also nicht wirklich 'gemacht'), dazu kützel m. häufchen wirrer haare u. ä. das., kutzelig verworren, kutzelkopf wirrkopf, verkutzeln verwirren 234; s. dazu kotze II, 3 spalte 1903 und kutzlicht.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2908, Z. 17.

kütz, n.?

kütz, n.?
ein theil der eingeweide, die vom metzger verkauft werden. Schm. 2, 348 aus der Oberpfalz; s.kutteln pl. 3, b. c, vgl. kützelfleisch.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2908, Z. 31.

kutz, m.

kutz, m.
gleich kauz, s. d.; gleich katze, s.kutze.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2908, Z. 16.

kutz, ausruf

kutz! ausruf,
in mehrfacher verwendung.
1,
a)
scheuchruf für katzen, schwäb. 'kutz f., name der katze wenn man sie wegscheucht' Schmid 335, mit dem sprichw. man sagt nicht immer mulle (ihr schmeichelname), man sagt auch kutz. zum glück ist der ruf schon im 15. jh. bezeugt, in einem alem., wie es scheint oberschwäb. spiele, wo ein junger bauer zu einem pfaffen, der sein mädchen bedenklich rühmt, zornig und eifersüchtig u. a. sagt:
kutz vom vogel, die katz vom schmär!
fastn. 879, 24,
vgl. im 17. jahrh. mit umlaut: kompt die katz éinmahl übern vogel, so heiszts darnach immer 'kütz vom vogel'. Lehman flor. 1, 189, vermutlich also pfälzisch.
b)
schweiz. in Appenzell chutz chutz! Tobler 124ᵃ, bei Stalder 2, 148 aber kûz m., benennung einer katze, besonders der zuruf wenn man sie wegjagt, kûz! kûz ûse (ûʒhin)! in Schmidts id. bern. chuz vox abigendi feles, chuz bysz mi nit! non me latet ejus perfidia Fromm. 2, 483ᵃ, was auch chûz meinen wird. Dem müszte denn hd. kauz oder kauze entsprechen, vgl. u. kauz 4 die haselkauzen, 'kätzchen' der haselstaude; doch vgl. unter c. Auch für die katze selbst findet sich, getrennt von dem rufe, ein demin. das kûzibûsi Stalder, wie schwäb. das kutzemulle in der kindersprache, auch von den blütenkätzchen der weiden Schmid 323; vgl. kutzimûs, kutzimûserlis thue, versteckens spielen (katz und maus, vgl. unter katzenjammer) Tobler 124ᵃ; das zweite auch übertragen auf eine art äpfel das., wie schwäb. kuzamauserla Sailers schr. 187.
c)
dem kutz! steht ablautend zur seite in gleicher bed. kitz! (schles. kitsch aus!) sp. 867, und kätz! oder kätz aus! auch katz ab! nd. kâz! s. sp. 278 fg., wo mehr einschlagendes zu finden ist, wie unter kitz! über diese rufe überhaupt. das kütz unter a steht wol zu kutz, wie kätz zu katz, das schweiz. kûz unter b ist wie kieze neben kitze katze (kein keize), wie kâz, kâzer neben katze (s. d. I, 5).
2)
zuruf an einen, der 'sich verkotzt' hat, bair. kuz kuz! oder kutzaus! so ruft man einem kinde zu, ihm auf die schultern klopfend, das öfter auf eine art husten musz, als ob es mit erbrechen oder ersticken enden wollte Schm. 2, 347, östr. kuz kuz! Castelli 185: wie eim budel, der das apetitsbröckel so schlecht nach dem verjungten maszstab abgmessen hat, dasz (dasz's) ihm drüber in hals ist steckn bliebn. kutz! kutz! kutzaus, Melackel, kutzaus! ja es wil halt nit auszer, das bröckel geth weder hinterschi noch fürschi, und wan er sich ztodt kotzet. Schwabe tintenf. 1 (Melac als hundename z. b. bei Liscow 206, Melax 430). wenn es hier deutlich mit kotzen oder kutzen (s. d.) husten in verbindung gebracht ist, erinnert doch das kutzaus! auch an das gleiche kutzaus vorhin von der katze, und in Tirol, wenn kinder sich derkirnen (an einem kern ersticken wollen), ist der zuruf kâz! kâz! oder kâzde, kâzde (dich)! Schöpf 307; doch katzlen heiszt ebenda nicht nur junge katzen werfen, sondern auch sich erbrechen, vergl. kätzen (auskätzen) gleich kutzen husten.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2907, Z. 42.

kutz, kütz, n.

kutz, kütz, n.
zicklein, s.kitz.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1873), Bd. V (1873), Sp. 2908, Z. 29.

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Zitationshilfe
„kütz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/k%C3%BCtz>, abgerufen am 08.08.2020.

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