Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kabache, kabacke, f.

kabache, kabacke, f.
nordd., altes baufälliges haus, westf. götting. märk. schles. kabáche, westpreusz. kabácke: wofür bin ich hieher in des schulmeisters seine alte kabache gezogen? Immermann Münchh. 3, 123 (224), vgl. 114. auch schlechte schenke, brantweinkneipe, so liefl. kabacke Hupel: hier (in Nowa Derebna) war denn neben einer kabacke auch ein traiteur. Seume mein sommer 1805 s. 137; du bist nicht mehr in einer gaunerkabache. Alexis Dor. 1, 145. aus Ruszland schon bei Ad. Olearius 3, 6: als ich 1643 zu Naugard (Nowgorod) im lübeckischen hofe nicht fern von einer kabak meine herberge hatte. Wackern. leseb. 3, 1, 680, brantweinschenke, russ. kabak'' m. es scheint aber dorthin nach obigem erst aus dem nd. gekommen und stimmt im stamm zu kabane, kabuse, in der bed. auch zu frz. cabaret kneipe, ostfries. kabuffe f. baufälliges haus, holst. kabuff schlechtes zimmer, westf. kaficke. vgl. auch koben, käfter, kiffe, kaue.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 6, Z. 57.

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Zitationshilfe
„kabacke“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kabacke>, abgerufen am 18.10.2021.

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