Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kabbeln

kabbeln,
nordd.
1)
hadern, zanken, auch refl.:
(frau, die) wenn dirs früh im magen wabbelt,
kirschbrantwein schenkt, und wenig kabbelt.
Voss 6, 137 (4, 123);
wôr öm (man) söck hârtaget (rauft), kabbelt on schleit
on glîk den hungen on katten begeit.
Simon Dach, Anke van Tharaw v. 13;
es waren kindereien, worüber wir uns gekabbelt haben. Arndt erinn. 133; doch muszten sie sich im gespräch immer streiten und kabbeln. wander. 188. osnabr. kawweln, auch kawwen, hamb. kabbauen; s. weiter kibbeln, auch kampeln 4. ostfries. kabbeln ist nur schwatzen, faseln Stürenburg 100ᵃ, vgl. kafeln 3.
2)
bildl. das wasser kabbelt, wirft wellen. Schütze holst. id.; seemännisch die see kabbelt, auch 'geht kabbel', wenn die wellen gegen einander laufen, bei plötzlich umspringendem winde, daher kabbelsee genannt (vgl. klopfsee). so nnl. kabbelen von starkem wellenschlag (bei Kilian nur 'vomere'), ostfries. vom klingenden anspülen der wellen. kabbelung, brandung u. ä.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 7, Z. 17.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
kammervogtei
Zitationshilfe
„kabbeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kabbeln>, abgerufen am 25.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)