Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kabuse, f.

kabuse, f.
ein nd. wort, hüttchen, enges dunkles gemach, käfterchen, verschlag, kabûs brem. wb., 'exhedra' Chytraeus (Frisch): ich wies ihm meine kabüse und ihr geräth (auf der stadtmauer in Reichenbach 1813). E. M. Arndt wanderungen 187, die pomm. form Dähnert 213ᵃ, schlafstelle; das meint wol auch 'spintrum, est reservaculum, ein spint, ein rait oder cabbuse' vocab. 1424 hor. belg. 7, 28ᵃ, also schrank, in der wand, wie norddeutsche schlafstellen? götting. märk. kabûze, kabûz Schambach, Danneil, ditm. karbüs, karbüsel, kabüs. Besonders auf kleineren schiffen, so schon in einem Breslauer voc. von 1422 praetoriola, sunt parvae domunculae navis, kabusen, s. mhd. wb. 1, 778ᵇ. nnl. kabuis, kombuis, z. b. der küchenraum auf schiffen, schwed. kabysa, engl. caboose. nordd. auch vom kernhaus im obst. Dimin. kabuschen n.: dasz mademoiselle ihn in ihr häuschen führte, ein elends, kleines, verfallnes kabuschen. Sophiens reise 1, 398, wie kabache, s. d., vgl. dort kabuffe.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 10, Z. 61.

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Zitationshilfe
„kabuse“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kabuse>, abgerufen am 25.10.2021.

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