Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kadel, m.

kadel, m.
rusz, ein schles. wort, auch kasel und kadelsrôm (s. folg.) Weinhold 39ᵃ. Kuhns zeitschr. 1, 253; dazu kadelsmann ruszbuttenmann, kadelsack über dem herde aufgehängt zum auffangen des ruszes. bei Frisch aus Gumbrechts griech. gramm. s. 329 'ἄσβολος, der rusz, rauch, kadel im ofenloch'. schon in einer Breslauer hs. des 14. jh. kadel, 'unreinigkeit im öl' fundgr. 1, 378. zu kât koth? Weinhold vergleicht altslav. kaditi räuchern, kadilo räucherwerk; poln. kadzić räuchern, böhm. kaditi (čaditi), dazu böhm. kadidlo weihrauch, rauchwerk u. s. w. (rusz aber sáze), litt. kodylas weihrauch; wend. kad m. rauch, qualm, kadolb 'rauchsack, kadelsack, rauchfang über dem leuchtkien' Pful. bemerkenswert ist dasz auch oberlaus. kadel vielmehr rauchfang, kamin zum kienbrennen bedeutet, s. Kuhns zeitschr. 2, 54; oberlaus. kadelsbutte ruszbutte. s. auch kadluf.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 17, Z. 11.

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Zitationshilfe
„kadel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kadel>, abgerufen am 20.10.2021.

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