Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kaffeesatz, m.

kaffeesatz, m.
der bodensatz, der nach dem aufgusz vom gemahlenen kaffee übrig bleibt, im kaffeesack oder nach der alten art des kaffeekochens im kaffeetopf; ditm. kaffeedick n. man braucht ihn zum wahrsagen, aus den verschiedenen formen die er annimmt:
der coffesatz wird nun der neugier zeitvertreiber.
Uz (1768) 1, 68;
in Leipzig war damals die nun verlorne kunst,
aus dickem caffeesatz, durch schwarzer geister gunst,
die zukunft auszuspähn.
Zachariä renommist 3, 47;
es gibt hier kluge frauen, königin,
die aus dem thee- und kaffeesatz wahrsagen.
Schiller Turand. 3, 2 (nicht bei Gozzi).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 23, Z. 63.

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Zitationshilfe
„kaffeesatz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kaffeesatz>, abgerufen am 19.10.2021.

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