Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kahlheit, f.

kahlheit, f.
calvities, wenig gebraucht; ahd. hiesz es chalawa und chalawî, mhd. kalwe und kelwe, kelwin, s. vorhin kahle; 15. jh. kalheit, nrh. kaelheit (auch kalekeit, nrh. calicheit) Diefenb. 91ᶜ:
die um dich sich schlingend mit jugend dir kränzen die scheitel,
dasz sie in solchem schmuck kahlheit zu fürchten nicht hat.
Rückert 277.
Auch übertr., kalheit eines ackers glabretum, und avaritia turpis (zu kahl 4) Stieler 914: wer in solchen stunden nicht die kahlheit dieses lebens ... fühlt ... mit dem streite keiner. J. Paul uns. loge 2, 137. Mhd. kalwe (z. b. Reinh. fuchs s. 371) galt auch concret, wo man jetzt kahle stelle sagt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 30, Z. 66.

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Zitationshilfe
„kahlheit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kahlheit>, abgerufen am 20.10.2021.

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