Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

kai, kay, m.

kai, kay, m.
auch kaje f. (Röding), flusz- oder seeufer, das durch aus- und aufbau aus holz oder stein befestigt und gesichert ist, zum landen, zum aus und einladen eingerichtet; in städten oft auch die daran liegende strasze. nach nnl. kaai, kaaj f., bei Kilian kaeye acta, litus; franz. quai, engl. quay, kay, dän. kai, schw. kaj; heiszt auch buhne, bollwerk. nl. kai, kei m. ist kies, also fem. kaai wol eigentlich das natürliche kiesige ufer, dann das künstliche; s. kies. Man findet in deutschem text häufig die franz. form, weil man das wort gewöhnlich für ein franz. hält, auch franz. ausspricht, schwerlich mit recht: ehe sie die assembléen besuchen (in Palermo), fahren sie auf dem kay hin und wieder, wie die Römer im corso. Göthe 37, 167; nach westen lag der alte hafen (in Segesta), der nun mit sand verschüttet ist, aber die ruinen des kays sind noch sichtbar. 37, 176. pl. kaien: sie (Lyon) hat ... schöne öffentliche plätze, prächtige kaien. Cannabich geogr. 1842 s. 83; schöne kaien, wo sich die schiffswerfte und waarenmagazine befinden, ziehen sich um den hafen herum. s. 88. vgl. kajung. In den nordd. marschländern heiszt kai, auch kaje, kaideich ein deich, der hinter einer beschädigten stelle des hauptdeichs einstweilen aufgeführt wird, also damm, wasserschutz. Merkwürdig ist, wie nah daran ein bair. wort rührt, Schm. 2, 128: 'gehai, damm, weg an einem wasser durch einrammen von pfählen künstlich erbaut, z. b. das gehai (gesprochen kay), die gehaigasz ('kaygasse') in Salzburg; es gehört aber zu heie ramme.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 35, Z. 52.

kai, n.?

kai, n.?
ausz der verhaltung des lufts werden auch offen schäden, dann der luft in im selbs ist ein kay, welches an im selbs ein zerbrechlichkeit hat. Paracelsus chir. schr. 98ᵇ man s. gehei, das bair. kai gesprochen wird.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 35, Z. 77.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
kammervogtei
Zitationshilfe
„kai“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kai>, abgerufen am 27.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)