Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kaiserkrone, f.

kaiserkrone, f.
1)
corona imperialis. Stieler 1041, früher keiserskron Fisch. bien. 1588 138ᵃ (ähnlich bei vielen zusammensetz., s. z. b. kaisermörder, kaiserstochter), oder kaiserliche kron Uhland volksl. 470:
die kaiserkrone geht von stamm zu stamm,
die hat für treue dienste kein gedächtnis.
Schiller 526ᵃ;
der besitz der kaiserkrone, die auf einem protestantischen haupte ganz undenkbar war (denn wie konnte ein apostat der römischen kirche die römische kaiserkrone tragen?), knüpfte die nachfolger Ferdinands I. an den päpstlichen stuhl. 880ᵇ.
2)
eine blume, fritillaria imperialis, mit groszen glockenförmigen blüten, käyserkrone Gryphius im 'inhalt' zur Majuma (1698 1, 609. 1663 1, 460), nachher käysers kron 1663 s. 475;
es sieht die holde kaisercrone
von ihrem hoch erhabnen throne
beständig auf die erd herab.
Brockes 1, 64;
das. 1, 245 unter den modenamen der nelken.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 42, Z. 76.

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Zitationshilfe
„kaiserkrone“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kaiserkrone>, abgerufen am 22.10.2021.

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