Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kaiserwasser, n.

kaiserwasser, n.
scheint ein name für reichsströme, wie die straszen als reichseigenthum des kaisers und reichs straszen genannt wurden, s. königsstrasze, von der Weser bei Bremen des könings frie strate van Bremen brem. wb. 2, 841 (vgl. kaufstrasze). so denn kaiserwasser, denn wasser heiszt eben haupts. früher flusz (flusz aber strömung); in einem östr. liede von 1580:
man bescheid uns zum kaiserwasser (als sammelplatz),
da wir hin ziehen sollten auszer.
Soltau 1, 435,
vielleicht der Lech; auch die Donau wird so geheiszen haben, ein arm bei Wien heiszt heute noch das kaiserwasser; die Lauter bei 'Kaiserslautern' fleuszt von hier in einen see der Kaiserswog oder wag geheiszen. viatorium Germaniae, Galliae ac Italiae. Frkf. 1671 s. 294. s. auch kaiserthal.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 46, Z. 73.

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Zitationshilfe
„kaiserwasser“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kaiserwasser>, abgerufen am 24.10.2021.

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