Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kalle

kalle?
wo böse sümpfe und spring (quellen, in der niederung, dem moor) wären, da sollen zu Wersch durch die weege buck oder kallen gelegt, oder wo es von nöthen, brücken gemacht werden. Jülchische policeiordn. bei Frisch 1, 497ᵃ. buck scheint was 2, 495 bug 3, wol gleich bock; kallen gibt Hupel 104 aus Livland als 'dünne balken'; vgl. allenfalls kal, und kalb 7 sp. 53. Ein andres nrh. kalle f. ist dachtraufe (Müller und Weitz Aach. mundart 99), schon in der Cölner gemma 1507 kall stillicidium Dief. 552ᶜ, wol aus kanele, kanle (s. känel) entstanden.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 68, Z. 51.

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Zitationshilfe
„kalle“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kalle>, abgerufen am 19.10.2021.

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