Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kalm, f.

kalm, f.
meeresstille, windstille. Schottel 1342, als m. und schifferausdruck bei Stieler 918, nach Adelung 'in einigen oberdeutschen gegenden' (?); er und Schottel geben auch ein adj. kalm still. nl. heiszt kalmte f. meerstille und stille überhaupt, bei Kilian kalme zee malacia und kalm tranquillus, placidus, einstimmend mit franz. calme subst. (m.) und adj., und engl. calm. es scheint roman. ursprungs, it. sp. port. calma, s. Diez 81, auch Diefenb. goth. wb. 2, 473. auffällig ist dasz die idiotika, auch die nd., kalm nicht geben; hätte mans nur Schotteln nachgeschrieben? er gibt 623ᵇ auch bekalmen, bekalmet werden, 'wann das schiff ganz windlos und stille liegen musz'. in der geogr. 'region der kalmen', am aequator. vgl. kalmen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 70, Z. 46.

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Zitationshilfe
„kalm“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kalm>, abgerufen am 28.10.2021.

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