Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kaltblütig

kaltblütig,
mit 'kaltem blute', 1) von amphibien, die man auch kaltblüter genannt hat. 2) von menschen, mit ruhigem blut, leidenschaftlos: wie wenig menschen sind wol so kalt-blütig, dasz sie einer .. schmähsucht .. groszmüthige gelassenheit entgegensetzen können. hamb. patriot v. 1724 (Heynatz antib.); er blieb kaltblütig im toben der schlacht; kaltblütige philosophie. Wieland; die subtilste und kaltblütigste vernunft. ders. 24, 43; kaltblütige kritische prüfung. Schiller 28ᵃ; kaltblütige gründe. J. Paul Fibel 191. dän. koldblodig. Kant empfahl es für phlegmatisch, nach kalt 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 86, Z. 1.

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Zitationshilfe
„kaltblütig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kaltbl%C3%BCtig>, abgerufen am 24.10.2021.

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