Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kaltfein

kaltfein,
ein wort Lavaters als physiognomiker: nun dies gesichtchen, läszt sich ein feineres, kaltfeineres — durch verstand empfindenderes gesicht gedenken? bei Sturz 2, 306. kalt nannte er physiognomieen, die eine ungemeine verstandesklarheit, individuelle bestimmtheit ausdrückten. J. Paul nennt ein bonmot des ältern Crebillon über seinen sohn eine kalte feine (gemütlos geistreiche) grausamkeit. ästh. 1813 s. 764. vgl. kältlich. Auch sonst wird kalt so mit andern adj. zusammengeschoben, um sie näher zu bestimmen, kaltfreundlich, kalthöflich, s. kaltgrimmig, kaltheisz, kaltrauh.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 90, Z. 38.

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Zitationshilfe
„kaltfein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kaltfein>, abgerufen am 19.10.2021.

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