Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kaltseich, m.

kaltseich, m.
dysuria, stranguria, substillium. Alberus, bei Maaler 240ᵇ, Schönsleder u. a. der kalt seich harnstrenge, in vocc. 15. jh. der kalte seich, die kalde seiche Dief. 555ᵃ, aber auch schon kaltseiche 188ᵃ (auch Frisius v. 1697), s. kaltpiss:
vielleicht wil euch der harm (harn) bestehen (stocken) ...
'so hab ich auch den kaltsaich nicht'.
Alberus Es. 150;
dies kraut soll gut sein wider den kaltseich. Tabernaemont. 1211. getrennt: diser (wein) wascht die plas, da wirt der kalt seich kein blatz finden. Garg. 87ᵃ (150); das new bier gern harnwind und kalten saich verursacht. Minderer bei Schm. 3, 189, vgl. u. kaltbrand, bei Alberus offenbar auch káltsaich betont.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 93, Z. 5.

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Zitationshilfe
„kaltseich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kaltseich>, abgerufen am 17.10.2021.

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