Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kammerbote, m.

kammerbote, m.
nuncius camerae; den lat. titel führten schon im 9. 10. jh. verwalter der königlichen kammergüter (s. Pf. Germ. 4, 40), also wol ahd. chamarpoto.
1)
bote des fürsten, wie mhd. vrônebote, der aus der fürstlichen kammer (3) gesendet ist: wenn sie glauben, dasz ich (ein prinz) weiter nichts als meines vaters kammerbote war. Kretschman fam. Eichenkron 36.
2)
kammergerichtsbote, oder boten von andren behörden die kammern heiszen:
küssen ist ein kammerbothe der uns auf das küssen ruft,
sagt er nicht was man begehre, läszt er fühlen was man hofft.
Logau 3, 9, 23, s. kammern 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 116, Z. 19.

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Zitationshilfe
„kammerbote“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kammerbote>, abgerufen am 24.10.2021.

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