Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kammergewand, n.

kammergewand, n.
mhd. kamergewant ist tuch, kleiderzeug unter den vorräten der kamer (2, b), auch auf der reise mit geführt auf den saumrossen, z. b. Parz. 669, 7. 353, 8. ähnlich noch bei Rosenblüt in den fastnachtsp. 1089, da rüstet sich der heidnische meister Orienes, Jesum aufzusuchen, läszt ein maulthier zäumen, darauf ein kamerlich kamergewant, wol als geschenk; es scheint aber da eine besondere, feine art kleiderstoff zu meinen (kamerlich gleich fürstlich, der fürstenkammer würdig?), vielleicht ein modename; vgl. übrigens kammertuch. ganz anders nl. kamergewaad, nachtkleid einer frau, wie kamerrok schlafrock.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 120, Z. 26.

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kammervogtei
Zitationshilfe
„kammergewand“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kammergewand>, abgerufen am 16.10.2021.

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