Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kammerknabe, m.

kammerknabe, m.
page, edelknabe im kammerdienst: die kammerknaben eines königs. pers. rosenth. 7, 20. 94. Anders in Scheits grobianus P 4ᵃ, da wird dem helden der grobheit empfohlen, wenn er wegen unfugs in der völlerei im thurm gewesen und entlassen sei:
so sauf dich dann als bald voll wein,
so legt man dich gleich wider ein:
das thuͦ zu trutz den kammerknaben,
dasz sie auch arbeit mit dir haben.
also stadtknechte, etwa mit kammerknecht 2 zusammentreffend, denn knabe und knecht sind eig. eins. der ganze zug ist übrigens zuthat des übersetzers, Dedekind hat ihn nicht.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 123, Z. 39.

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kammervogtei
Zitationshilfe
„kammerknabe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kammerknabe>, abgerufen am 20.10.2021.

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