Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kammermagd, f.

kammermagd, f.
nl. kamermeid, ancilla cubicularia Frisch 1, 499ᵃ, Stieler 1210, gleich vorigem, dann mit dem sinken von magd verdrängt (schon Steinbach hat nur das deminutiv), nach Adelung nur noch 'in der harten sprechart':
meine mutter war zu hof eine glatte kammermagd,
die der fürst hat etwa selbst an der jungferschaft geplagt.
Logau 1, 8, 80;
nachdem ihm auch die kammermagd,
die man, errathet wie?   gewonnen,
getreuen beistand zugesagt ...
Hagedorn 2, 90;
doch ihre zofe, schlauer
als Junos kammermagd.
Klamer Schmidt;
v. Gröningseck: soll ich die kammermagd vorstellen (beim auskleiden)? ich kann perfekt mit umgehn. frau Humbrecht: ei ja! das wär mir schön. nein, so eine kammermagd wär uns viel zu vornehm. H. L. Wagner kindermörderin 9.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 126, Z. 33.

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Zitationshilfe
„kammermagd“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kammermagd>, abgerufen am 20.10.2021.

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