Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kammermusik, f.

kammermusik, f.
ital. musica da camera, ursprünglich musik am fürstlichen hofe, gleichsam des fürsten privatmusik, dann eine besondere gattung, richtung, stil der musik, wie sich diese da entwickelte, unterschieden von kirchenmusik, die einen strengeren stil einhielt, und von der opernmusik, theatermusik die sich mehr populär hielt. jetzt bezeichnet man damit musik mit beschränktem orchester, hauptsächlich das streichquartett als besondere musikgattung, seine eigentliche technische geltung als gattungsname gehört wol mehr in das 17. 18. jh.; i. j. 1629 erbietet sich ein englendischer instrumentist in Dresden, die kleine kammermusik auf französische, englische und italienische manier bei hofe einzurichten, s. anz. des germ. mus. 1859 sp. 10. vgl. kammerton, kammersonate, kammerkapelle, auch kammergeige.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 127, Z. 34.

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Zitationshilfe
„kammermusik“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kammermusik>, abgerufen am 19.10.2021.

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