Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kammertuch, n.

kammertuch, n.
die feinste art leinwand, sindon Stieler 2347, cammertuch oder cammerleinwand, linteum cameracense, 'niderländische leinwad, hat den namen von Camerich' (Cambray, Cameracum) Frisch 1, 163ᵃ, nl. kamerijksdoek, kameriksdoek (d. i. 'camerichisch tuch'), dann auch kamerdoek: haupttücher von cammertuch. rostock. kleiderordn. 1585 s. 19;
ut Holland krige wi kamerdoek klar und fin.
Lauremberg 3, 82;
befleisze dich hierin ebenmäszig der französischen manier, deine hembder seien vom reinsten cammertuch. Simpl. 1713 3, 177;
sie aber kaufet ihr das cammertuch zur haube.
Günther 1097;
manschetten von den feinsten netzchen, die ihre kunstreiche hand mit blumen von kammertuch unterlegt hatte. Nicolai Nothanker (1774) 1, 204. schwed. kammarduk m., dän. kammerdug n. tuch bedeutete auch leinwand (z. b. halstuch, taschentuch). vgl. auch kammergewand.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 130, Z. 72.

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Zitationshilfe
„kammertuch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kammertuch>, abgerufen am 24.10.2021.

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