Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kammerziel, n.

kammerziel, n.
ziel, termin an dem die einzelnen reichsstände nach der kammermatrikel ihren beitrag zur unterhaltung des reichskammergerichts zu entrichten hatten; dann aber dieser beitrag selbst: wahrlich, lieber will ich die kammerzieler, die absenzgelder eintreiben, als die kosten zum thonmodell eines mausoleums oder nur zu einem kupferstich. J. Paul anh. zum Titan 1, 68; merkwürdig ist mein numismatisches projekt das ich als plus- und plurimummacher bei der reichsversammlung eingab, dasz das reich dem mangel an kammerzielern und andern reichintraden steuern würde. paling. 2, 72. der pl. zieler war bei ziel in dieser bedeutung gebräuchlich, s. Schm. 4, 252; aus ihm aber war später ein falscher sing. kammerzieler m. in gebrauch gekommen: Nürnberg ist mit dem kammerzieler so hoch angeschlagen. Fr. Nicolai reisen 1, 233.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 132, Z. 40.

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Zitationshilfe
„kammerziel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kammerziel>, abgerufen am 19.10.2021.

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