Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kampfhahn, m.

kampfhahn, m.
kampflustiger haushahn, oder zum hahnenkampf abgerichteter hahn, wie engl. game-cock, fighting-cock; schon in einem voc. des 15. jh. pungio kamphan Dief. 473ᵇ (vgl. strîthan weisth. 4, 540, als name eines waldes). man nennt im leben einen streit- und zanksüchtigen menschen einen kampfhahn, auch einen sonst kampflustigen: schreiber dieses, sonst ein so weiches, warmes schwanenfell, wurde immer zu einem völligen kampfhahne hinter spielsesseln. J. Paul Titan 2, 34; die tapfersten Ziebinger gesichter wurden (beim heranfliegen eines luftballons, der eine bombe schien) so weisz wie hahnkämme im winter, aber diese kampfhähne sagten 'so beschieszt uns aber mit ordentlichen bomben, so sollt ihr sehen!' Nepomukkirche 117. nl. kamphaan, dän. kamphane, schwed. kapphane. Auch ein sumpfvogel, tringa pugnax, das männchen ist besonders kampflustig; auch eine flügelschnecke, strombus gallus.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 153, Z. 24.

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Zitationshilfe
„kampfhahn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kampfhahn>, abgerufen am 23.10.2021.

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