Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kampfjagen, n.

kampfjagen, n.
was hatz, kampf wilder thiere in eingeschlossenem raume, einstmals eine beliebte fürstliche ergötzung. Frisch, Adelung, kampf auf thiere übertragen, wie umgekehrt vom krieg bildlich hatz gesagt wurde. besonders auch wolfs- und bärenhetzen hieszen so: der wolf wird gehetzt, geschiehet meistentheils in kampfjagen (plur.?), zum plaisir groszer herren. kurzer begriff der edlen jägerei. Nordhausen 1733 s. 209; so ist ein solcher anblick wenigstens eben so viel werth als wenn man einem bäre bei einem kampfjagen schwärmer auf den leib schmeiszet, damit er recht hitzig wird. J. E. Schlegel 5, 53; hätten ihn die unterirdischen einwohner der stadt K. gehabt, so würde er auf ihrem gelehrten kampfjagen der beste masbakus gewesen sein. Rabener 2, 52. norw. kappjag n. heiszt jagen um die wette (s. sp. 141), wäre in kampf hier derselbe sinn? vgl. kampfgesang.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 153, Z. 54.

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Zitationshilfe
„kampfjagen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kampfjagen>, abgerufen am 18.10.2021.

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