Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kampfkreis, m.

kampfkreis, m.
der abgegränzte kreis in dem der zweikampf wie das gericht gehalten ward, mhd. schlechthin kreiʒ, s. kreis. In den fastnachtspielen obscön, mit einem vermutlich alten witzbilde, denn schon im 13. jh. übertrug man bilder und ausdrücke des turnierspiels auf das bettespil (vgl. hurenspeer und kampf 1, g), kempfkraisz mit umlaut, wie kämpfdegen, kämpfkolbe, kempfswert, kempfstat, von kämpfen.
ist die dirn lank gezöpft
und hat im pusen wol geknöpft
und hat ain rauhen kempfkraisz.
fastn. sp. 748, 29 (vgl. Ssp. 1, 42, 1);
so hat sie auch gar ain schonn kempfkrais.
653, 19.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 153, Z. 72.

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Zitationshilfe
„kampfkreis“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kampfkreis>, abgerufen am 20.10.2021.

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