kanal m
Fundstelle: Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 157, Z. 34
s.canal. hier noch einige belege: seltzame trachenschlund an den canälen und bronnrören. Garg. 18ᵃ (18), dachrinne, wie känel; bleierne und irdene oder von laimen gebachene rör und canäl. Sebiz 15;
rühmt nicht jeder das pflaster, die wasserreichen, verdeckten,
wolvertheilten canäle, die nutzen und sicherheit bringen,
dasz dem feuer sogleich beim ersten ausbruch gewehrt sei?
Göthe 40, 259.
bildlich: die augen durch deren canal beim spielen unsere finger gleichsam ihre ordre empfangen, geben es nicht so guten kaufs. Mattheson organistenprobe vom generalbass Hamb. 1719 s. 241; haben sie doch die güte mir durch ihren canal ein eignes exemplar kommen zu lassen. Lessing 12, 423; anstatt dasz die wahrheit durch so viele unreine canäle langsam und trübe nach dem entlegenen throne (Madrid) flosz. Schiller 777ᵇ. Dazu Rheinkanal, Spreekanal u. dgl., abzugskanal, seitenkanal u. a., dann darmkanal, speisekanal, luftkanal u. dgl.; kanalbau, kanalarbeiten, kanalverwaltung, kanalschleuse. s. auch känel.
Zitationshilfe
„kanal“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kanal>, abgerufen am 19.11.2019.

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