Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kannefas, m.

kannefas, m.
1)
segeltuch, ungebleichte hanfleinwand, jetzt auch ein zeug aus flachs und baumwolle, cannefasz Rädlein, Frisch 1, 163ᶜ, kanifas 499ᶜ, nl. kanefas Kil.: der handel mit drellen, kanefassen. Möser phant. (1778) 1, 231, in andern ausg. mit nn. jetzt heiszt es meist wieder franz. canevas (auch franz. gesprochen), oder engl. canvas; it. canavaccio, span. cañamazo, prov. canabas, von cannabis hanf (Diez 84).
2)
ein netzartig gewebtes zeug, als grundlage für stickereien dienend; bildlich: kannefasz des stückes (dramas). Wieland 35, 30, skizze, gerippe; unsre gemüthsart ist der cannevasz zu unserm ganzen leben. Rahel 1, 219. nach der ähnlichkeit auch das netz zu einer topographischen karte.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 166, Z. 23.

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Zitationshilfe
„kannefas“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kannefas>, abgerufen am 27.10.2021.

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