Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

kanonenfieber, n.

kanonenfieber, n.
die fieberartige erregung die einen im bereich der kugeln ergreift, ein mehr scherzhafter name, wie lampenfieber u. a.: ich hatte so viel vom kanonenfieber gehört und wünschte zu wissen wie es eigentlich damit beschaffen sei ... Göthe 30, 73 ff. mit genauer schilderung des zustandes (bei Valmy 20. sept. 1792). 30, 305; das sogenannte kanonenfieber fällt wie die blattern nur einmal an. J. Paul friedenpr. 5; für fieberhafte lust nach kampf braucht ers doppelheerschau 169. gewöhnlich angst (des neulings) vorm kampfe. in einem preuszischen liede aus den kriegsjahren ('herr unteroffizier ich melde mir'):
ich weisz nicht, mir wird bald kalt bald heisz!
'das ist der kanonenfieberschweisz'.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 170, Z. 29.

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Zitationshilfe
„kanonenfieber“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kanonenfieber>, abgerufen am 20.10.2021.

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