Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

kinderglaube, m.

kinderglaube m
1)
kindlicher glaube, wie ihn kinder haben, bei Stieler 665 leichtgläubigkeit und kindlich feste zuversicht:
du willst die macht ... erschüttern ...
die an der völker frommem kinderglauben
mit tausend zähen wurzeln sich befestigt.
Schiller 362ᵇ;
(Fischart kennt) die spiele, sprüchwörter, volkssagen, kunkelmärlein, allen kinderglauben. Uhland in Hallings ausg. von Fischarts glückh. schiff s. xxi, aberglaube. vgl.kinderwahn.
2)
kindliches glaubensbekenntnis: auf ein zeit klaget im (Luther) ein weib, sie köndte gar nimmer glauben. 'köndt ir auch noch ewern kinderglauben?' ja, saget das weib. wie sie den fein andechtig herzehlet .. Mathesius Luther 1583 131ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1866), Bd. V (1873), Sp. 738, Z. 55.

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