Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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klacken

klacken,
1)
platzen, findi, fatiscere gibt Stieler 961 (als nicht thüring.), Adelung als oberd. (?) neben kläcken; s.klecken undklack 1. nl. bei Kilian klacken findi cum fragore.
2)
klatschen: ich höre als recht gern wie es in Teütschland zugeht, bin wie die alten kutscher oder fuhrleüte, die noch gern die peitsch klacken hören wenn sie nicht mehr fahren können. Elisabeth Ch. v. Orl. 123 (vergl.klappen 1), also pfälzisch, rheinisch; bair. klecken, klicken. auch nl. klakken klatschen (klakkebos klatschbüchse, eine art blasrohr), und frz. claquer, nordit. ciàcch peitschenknall, s.klack 5, b.
3)
noch älter erscheint die bed. schlagen, schlesisch erhalten: sich klacken sich herumprügeln Weinh. 43ᵇ. ebenso nl. bei Kil. klacken impingere cum fragore, verberare resono ictu, s.klack 2.
4)
nd. klacken heiszt auch klecken, einen klack (3) anwerfen, flecken machen, kleckernd fallen lassen (br. wb.), nl. klacken Kil., dän. klakke. davon klackschilder schlechter maler Frisch 2, 181ᶜ, wie kleckser, nl. kladschilder. vgl. klackpapier.
5)
gleich klappen. so nordd. klacken schallend hinfallen, s. klack! ähnlich in Leipzig, mit adj. klackig, von einem schlaffen kleide das in die kniekehlen klackt, faltig einschlägt; es trifft zusammen mit klatschen 1, e und knappen. vgl. tirol. glagglen sich langsam schlotternd fortbewegen, wie ein loses fuhrwerk das glagk glagk macht.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1866), Bd. V (1873), Sp. 891, Z. 11.

kläcken

kläcken,
s.klecken.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1866), Bd. V (1873), Sp. 891, Z. 34.

klecken

klecken,
zeitwort zu kleck, klack, in mehrfacher bed.
1)
findi, findere, zu klack 1, kleck 1.
a)
selten trans., bersten machen: klecken, findere. Dief. 236ᵃ aus dem voc. th. 1482 (wo?); ahd. in ziklekit ward, vom zerrissenen tempelvorhang Otfried IV, 33, 37, vgl. 'kiclechit quassata' Graff 4, 553 (= franz. cassé, s. Haupt 5, 237); unsicher ob tr. oder intr., gekleckt, kleckt, gespalten. Maaler 164ᵈ. 245ᵃ, Henisch 1450.
b)
gewöhnlich intr. platzen, sich spalten, reiszen, aufbrechen: mhd. zerklecken wb. 1, 832ᵃ, klecken:
(schlechte ziegel) tuond nebend zwai kleken
und allen (ganz, Schm. 1, 42) zerspringen
so der regen darin tuot dringen.
teufels netz 11160 (var. schnellen, zerkreken, zerschrecken).
nhd.
klecken, kläck oder spält gewünnen
Maaler 245ᵃ,
bildl. von verbunst klecken das., vor neid bersten; da haben sie dünne hirnschalen, und ist sorg das sie gerissen oder gekleckt sei. Braunschweig chir. 6, vgl.kleckbruch, kleckung;
(ihr thut) wie ein fuler holzschiter,
der allein die wecken (keile) steckt,
schlacht nit daruf, das (dasz's) holz nit kleckt.
Uz Eckstein in Scheibles kl. 8, 877;
klecken rimas agere noch Stieler 974, Placardi 94 (s. klebe). es ist noch schweiz. Fromm. 2, 371ᵃ, fränk., rhein. Schmeller 2, 352 (auch klicken, s. d.). unklar, ob diesz klecken gemeint sei, ist mir folg.:
es wolte ihm nicht schmecken,
dasz man schlug dapfer drauf,
dasz ihnen möchten klecken
dfuͤsz bisz ins herz hinauf.
das Gustav-Adolfs-lied von 1633, h. v. Maltzahn str. 12.
2)
Tönend schlagen, auffallen, klappen, klopfen, kläpfen:
stechen mit helbart und spieszen,
mit bichsen grausam schieszen,
es war da ein wildes klecken (s. ↗kläpfen 2, a),
si stuͦnden wie die recken.
Soltau 1, 200;
als wenn im herbst die hagelstein
aus den wolken fallen herein
und auf die schindeltecher klecken.
Rollenhagen froschm. 2, 4, 2. Hh 2ᵇ (5ᵇ).
umklecken, mit dem wagen umwerfen oder umgeworfen werden. Bernd Posen 329, s. klacken 5. bair. mit der peitsche knallen Schm. 2, 352, auch klicken, s.klacken 2. auch mhd. musz zu klac knall, krach klecken bestanden haben, schon das ahd. kiclechit u. 1, a kann auch zerschlagen, zerklopft sein. es stammt davon das it. schiacciare knacken, quetschen (s. Diez 432 und sp. 892 unten), das allein noch höheres alter verbürgt.
3)
Zu kleck und klack fleck, einen kleck, kleckse anwerfen, machen u. dgl., sowol intrans. als trans. nach umständen.
a)
trans., klecke werfen, mit einem 'kleckenden' schalle (s.kleck 2, a. c). so in mhd. zeit bei Jeroschin, md.; er erzählt wie eine frau einen mann, der ihr gewalt anthun will, im angstkampfe mit schlamm erstickt:
unde schucte (stopfte) vaste
des mottes (schlamm) dem vorscherten tôrn
in munt, in nase und in ôrn
und ûf (in?) sô lange klekte,
unz si in gar vorstekte (erstickte).
14781, Pfeiffer s. 67.
mit acc. des objects, als kleck hinwerfen:
manch speise sie (statt zu essen) den schweinen kleckt,
was ir geliebet, fein versteckt.
Ringwald l. w. 316 (verschütt 317);
einem fett auf ein kleid klecken Stieler 974; kläcken luti vel materiae maceratae portiones unam super alteram conjicere. Frisch 1, 517ᶜ (ä wegen klack, es wird aber mit hohem e gesprochen); conglutinare zusamen klecken Dief. 142ᵇ, wie der maurer mörtel oder lehm.
b)
intr., die feder kleckt, macht kleckse Stieler 973, aber auch das papier kleckt, perfluit, transmittit. das., macht flecke (vgl. klackpapier). ein von regen triefender kleckt, läszt tropfen 'hinklecken' (s. 2), daher kleckenasz, triefend nasz, sächs. (s. dazu unter klatschnasz).
c)
als verächtliches kraftwort für schreiben, eig. dintenkleckse machen (s. z. b. Hoffmannswaldau unter kleck 2, a, vgl. dintenklecker): darum haben sie solchs auch in manche legenden, exempel und bücher gekleckt und geflickt, das sie ja gute tage und guts gnug haben. Luther 2, 448ᵇ (1555 444ᵇ); da man .. alle bücher vol gekleckt hat solcher lügenhaftigen zeichen. 5, 454ᵃ; bücher klecken Petr. 42ᵃ; das schöppebuch habt ihr zu eurem eigenen nutz gemacht und hinein gekleckt was euch selber gefallen hat. A. Gryphius verl. gespenst s. 102; da man den namen (des h. Nicasius) denselben tag, die mäuse zu vertreiben, an die thüren klecket. Ettner med. maulaffe 537; bevor ich inne ward, dasz unser wichtiger (griech.) historicus in der bauernsprache redete, kleckte ich in der eil .. einige vermeintliche emendationes auf den rand ... in diesem jagen und peitschen (des lesens) kleckte ich wie gesaget einige unreife sudeleien an den rand. Reiske bei Lessing 13, 448.
d)
ähnlich von der sudelei eines schlechten malers, eines kleckers, farbenklecksers: wann die jugend in den schulen .. auf ihr papier männlein, thiere .. u. dgl. sudlet, und auch wol mit farben zu klecken begierig ist, nehmen hiervon die eltern ursach zu sagen: mein kind kan und soll mir ein maler werden! Sandrart academie 1675 3, 58;
bald sind zwei puncte nur zur nase hin geklecket (als bart).
Wiedemann jan. 10;
die farben sind mehr unter einander gekleckt als vertrieben. Lessing 3, 232 bildlich von einem dichtwerke; meine gemählde sind alle noch ohne styl, sehr wild und nachlässig auf einander gekleckt. Lenz in Mercks briefs. 2, 52 ebenso.
e)
auch folgende wortspielende redensart wird diesz klecken enthalten; Pickelhering sagt zu seiner abgehenden mutter: herze stiefmutter, kleckt hin, leckt wieder her. Chr. Weise überfi ged. (1701) 219, triumph. keuschheit 2. handl.
f)
dazu abklecken, anklecken, aufklecken, ausklecken (die feder, excutere Stieler 974), beklecken, verklecken; s. auch kleckern, klecksen, und klacken 4.
4)
In einer von den vorigen gänzlich verschiednen bed., klecken genügen, ausreichen, aber auch wirksam sein, helfen, gelingen u. ä.; schon mhd. klecken (praet. klacte), s. wb. 1, 831ᵇ, und ahd. (s. am ende).
a)
wirken, eine gewünschte wirkung thun, dann nützen, helfen. mit exten, hawen und beiheln wurden alle schlosz geöffnet, wo die nit kleckten, so macht man stoszzeug. Meisterlin Nürnb. chron. (städtechr. 3) 143;
kein arznei will an mir klecken.
H. Sachs 3, 2, 39ᶜ;
das es nit klecket als umb ein har.
fastn. sp. 85, 16;
wann ich sie (die kappe) ansihe so dürst mich .. ich hab wol gehört dasz etliche irer bulschaft kleidung fürs bett .. hingen, ire augen und gedanken damit zu erwecken, was meint ir erst dasz die kap mag klecken (um durst zu erwecken)? Garg. 240ᵇ (452 Sch.), rede des mönchs Onkapaunt;
denn weil sie wol gemerkt, dasz marter nicht kann klecken,
den frommen abzuführen von wahrer glaubensbahn.
J. V. Andreae glaubenstriumph 13;
kein prügel, kein stecken
will gegen ihn (Pappenheim) klecken.
Fadingerlied (1626), hist.-pol. bl. 33, 964.
noch bei Adelung 'die absicht merklich befördern', das kleckt nicht viel, hilft nicht viel, das kleckt, bringt viel ein.
'so hast du keine wünschelruten angewandt?'
sie kleckten nicht, sie senken nach metall sich blosz.
Platen 253.
nd. klicken so, dat klicket nig vêl, trägt wenig bei. brem. wb. 2, 784. also deutlich nicht blosz 'genügen' wie es jetzt am bekanntesten, vielen allein bekannt ist.
b)
die bed. helfen, nützen wird besonders bezeugt durch die verbindung mit dat. der person, und zusätze wie nichts, wenig:
do gab ich ir ein würst mit eim part,
da sprachs 'die würst mir nichts nit cleckt'.
fastn. sp. 1013, 33;
do plies si mir ein staub under die augen (d. i. ins gesicht),
das mir kaum klegkt ein kübel vol laugen (zum waschen).
331, 13, zugleich ausreichen,
wiewol mirs wenig kleckt,
so ist doch besser haben ichts,
denn gieng ich lär, hett alles (omnino) nichts.
Waldis Es. 2, 73, 26.
auch mit acc., wie helfen, nützen früher auch und landsch., auch oberd. noch (s. auch unter klicken):
all mein abwehren (kämpfe, gegen die leidenschaft) mich nicht klecken,
mich will kein höll noch teufl abschrecken.
Ayrer 262ᵇ (1311, 24).
c)
weit genug reichen mit seiner wirkung, kraft, dauer, grösze, länge u. ä., eig. aushalten bis zum ziele:
hor, jud, die antwort tut gleich klecken,
als der sich mit hosen wolt decken.
fastn. sp. 30, 2,
passt wie die faust aufs auge, reicht aus wie eine hose zur bettdecke;
von sulzen auch ain hundert schüssel,
das klecket kaum in unser drüssel (schlund).
787, 18;
ich bin die nacht heint schier erdürst,
und wo nicht end nemen die würst,
die fasnacht sambt den rotsecken,
wird mir mein kopf int leng nit klecken (es aushalten).
H. Sachs 3 (1588), 3, 40ᵇ;
die wägen sah ich vor mir stehn
so gar in einander gesteckt,
ja wol der platz mit nichten kleckt.
Schmelzl lobspr. 89;
will halten was mir die (regel) auflegt,
so lang und weil mein leben kleckt.
J. Ayrer 3ᵇ (trag. v. Rom);
und so es (das schwören) bis an die elnbogen nicht klecken wolte. Ayrer proc. 1, 11 eig. wol von einem ärmel, als kräftiges bild des unzureichenden; das pferd durch sporen angetrieben kleckete ihm (dem reiter) kaum zu laufen. Schuppius 693 (kunst reich zu werden), lief ihm kaum rasch genug.
d)
ausreichen, genug sein zu einem bestimmten zwecke, bes. von geld und mit zahlen, der uns jetzt geläufige gebrauch; gleichfalls mit dat. und nichts (s. Schoch), wie unter b:
dem adel wil nit klecken
sin gült (einkünfte), als etwan was (wie sonst).
Uhlands volksl. 372;
einer wolt verarmen und sein guͦt nit klecken, zuͦ dem sagt er 'halt dich sparlich'. S. Frank chronica 106ᵇ; die welt ist uberaus kostlich geworden, da wil nicht (nichts) mehr klecken, alle ding steigt aufs höchst. ders. trunkenheit 1531 F 2ᵃ (g 1ᵃ); da etwan bisz in die hundert (schiffe) der breite nach uber zu schlagen nicht klecken oder gnug sind. Fronsperger kriegsb. 1, 78ᵇ; und nicht so viel geld hinder ihm verliesz, dasz sein töchtern zum heiratgut geklecket hett. Lacius bei Fronsp. 3, 276ᵃ;
hat er tausend gulden ein jar
einkummens, es kleckt nit fürwar
das er sich brecht ein jar mit hin.
H. Sachs 3, 3, 71ᵇ;
das geld wird nit lang klecken.
5, 343ᵈ;
der die species morbi gallici solte beschreiben, dem möchte nit klecken hundert risz papir. Paracelsus chir. schr. 138ᵃ;
disz einig beispil solte kläkken,
die geizhäls eilend abzuschrökken.
Rompler 22;
der wechsel ist nicht höher als fünfhundert reichsthaler ... 'wie weit wird das biszgen reichen? das wird nichts klecken'. Schoch studentenl. C 1ᵇ; in summa 400 fl. klecken für diese mistfinken zu kleiden nicht. Abr. a S. Clara 1, 196; deine finger klecken nit für die zahl deiner kläider (sie daran zu zählen). Judas der erzschelm 2, 57; wan das alraunel alle tag ein ducaten scheiszet, so kleckets nit! Schwabe tintenfäszl A 4ᵇ; aber das klecket just von 11 bis aufn mittag. A 7ᵃ; sie bot mir wol etwas an, aber das kleckte nicht. d. arme mann im Togg. 61; der zeug hat nicht gekleckt (zum kleide), es waren ihrer hundert wenn es nur kleckt (aufs wenigste). Adelung. Es wird gegen die neuere zeit hin sichtbar seltener, hat jetzt den klang eines mehr gemeinen worts (nur erklecklich ist noch beliebt, aber mehr scherzhaft), und ist auch unterm volke hier und da, z. b. in Sachsen, Thüringen, im vergehen; schon Frisch 1, 521ᵃ behandelt es als ein altes wort, das nur an einigen orten noch im reden gebräuchlich sei. es wird angegeben als schweiz. (eigen auch chlenka Tobler 108ᵃ), fränk., schwäb., bair., östr., mit dat., das geld klecket mir nicht Höfer 2, 139. nd. klicken, das doch auch hd. sich findet (s. dort), wie klecken nd.: men meinet und besorget ock, dat in Flandern, Sehe- und Fresland 60 edder 70 nicht klecken werden (von untergegangenen ortschaften). Neocorus ditm. chr. 2, 270. auch nl. klikken, dän. kläkke, schwed. kläkka, schon altschw. Rietz 331ᵇ, aber doch nur entlehnt, wie z. b. das adj. erkläkkelig, zureichend, sehen läszt.
e)
spurweise aber in noch andrer bed., gelingen, glücken, gut von statten gehn:
dein vorhaben mag gar nicht klecken,
sollst gleich dein ganze macht dran strecken.
Opel u. Cohn der dreiszigj. krieg s. 53, 111;
eben das will ich behandeln,
und ich denk es soll mir klecken.
Göthe 5, 215 (divan, schenkenb.);
ich bin ein halber doctor. da es aber mit meinen recepten nicht recht klecken wollte, verfiel ich .. Immermann Münchh. 2, 130 (238), fast gleich flecken, wie im folg.;
'fort (nach Californien), dasz es kleckt!'
Freiligrath neuere pol. u. soc. ged. 2, 25.
die bed. gelingen wird auch bezeugt durch die landsch. hd. umdeutung in glücken, z. b. in Coburg, s. Fromm. 6, 271. 389; ähnlich tritt schweiz. chlenka klecken in glänga, glanga (langen) über, oder umgekehrt, s. Tobler 108ᵃ. 222ᵇ.
f)
landsch. selbst mit persönlichem subj., östr.: ich kann nicht klecken mit dem gelde, reichen, langen; sogar du wirst nicht mehr klecken können zum gottesdienst, nicht mehr bis hin kommen, zur rechten zeit dort sein. Höfer 2, 139.
g)
und das wieder mit einem neuen begriffe, gleich kommen Loritza 74ᵇ, es einem gleich thun: wenn du so gschneall gehst, kaͦu e de nit klecke. Frommann 6, 271, kann ich dir nicht klecken. ähnlich oder gleich erklecken gegen einen (in vergleich mit ihm) Spee oben 3, 877, und schon mhd. klecken wider:
sô vil suoʒer er smacte (duftete),
daʒ dâ wider unhôhe klacte
aller edelen würze smac.
Servat. 2220,
dasz alle wolgerüche dagegen wenig (d. h. nicht) aufkommen könnten, dahinter zurück blieben.
h)
über die entstehung eine vermutung. als die ältest bezeugte bed. erscheint 'von statten gehn', gelingen, bei Otfried V, 7, 51; Maria Magdalena, die den heiland im garten vergeblich sucht, klagt:
ni klekent mir zi heiti
thiô liebûn arabeiti,
die lieben bemühungen gelingen mir nicht nach wunsche, kommen nicht zum ziele. als grundbegriff erscheint eben das gelangen bis zu einem ziele, recht sinnlich noch von den hosen als bettdecke unter c, vom ärmel im verhältnis zum elbogen. welch näheres bild aber hatten dafür unsere alten als das treffen zum ziele beim ruhigen übenden schieszen? so kann wol klecken da seinen ursprung haben, wie klappen glücken nachweislich (s. sp. 964), ausgegangen von der bed. 2, wie bei klappen. der wurfspeer, der nicht zum ziele kommt, 'kleckt' (klappt) dort nicht, der schusz aber reicht nicht aus ('langt' nicht bis hin), gelingt nicht, nützt nichts, alle diese drei bed. von klecken sind darin von selbst enthalten; auch die unter g erklärt sich nun leicht aus dem schieszen um die wette.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1054, Z. 64.

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Zitationshilfe
„kläcken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/kl%C3%A4cken>, abgerufen am 26.11.2020.

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